Neue Konkurrenz für bekanntesten TrailRunner Kilian Jornet!

Dieser Mann stiehlt sogar Kilian Jornet die Show

Der Katalane Kilian Jornet Burgada ist einer der bekanntesten Trail- und Skyrunner. Darüber hinaus ist er auch einer der besten Skibergsteiger und Mountainbiker. Kurz gesagt: Ein Pionier und Aushängeschild dieser Extremsportarten, den sicher viele Trailrunner und Bergläufer zum Vorbild haben.

Der 31-Jährige ist aber zuletzt von einem, der so richtig nur bei Szenekennern auf dem Schirm ist, entthront worden – zumindest ein bisschen. Denn der schweizerisch-equadorianische Topläufer Karl Egloff (37) hat zwei der bisher von Jornet gehaltenen Skyrunning-Rekorde an den Seven Summits kassiert und er hat sich im Mai 2017 den Rekord am Elbrus geschnappt.

Karl Egloff hält den Rekord am Elbrus

Den 5.642 Meter hohen Berg lief Egloff in 4 Stunden und 20 Minuten hinauf und wieder hinunter.  Jornet musste einen Rekordversuch am Elbrus 2013 wegen Schlechtwetter abbrechen. Der Berg gehört neben dem Matterhorn oder dem Mount Everest zu dem persönlichen Projekt des Katalanen: „Summits of My Life“. Dabei versucht er, einige der größten Berge der Welt in Rekordzeit zu bezwingen.

Die Liste der Erfolge von Kilian Jornet ist lang und entsprechend gefragt ist der Sportler auch bei den Sponsoren. Jornet gilt als Trailrunning-Pionier, aber er ist auch sehr gut darin, sich selbst zu vermarkten. Ihm mache es Spaß, in die Berge zu gehen und anderen davon zu erzählen, sagt Jornet im Interview mit ISPO.com. Seine Social-Media-Kanäle betreibe er persönlich und ohne feste Planung. Für die Filmbearbeitung hat Jornet zwar ein Team. Das arbeite aber zurückhaltend, damit es für die Follower interessant bleibe.

Jornet über Egloff: Karl wird noch viel erreichen

Von Karl Egloff, der immerhin zwei der Jornet-Rekorde unterboten hat, hat hingegen noch kaum wer etwas gehört. Für Journet steht fest, dass Egloff noch viel erreichen wird. „Er ist stark, vielseitig und hartnäckig“, lobt der Katalane seinen Konkurrenten. Egloff, der sich selbst als Skyrunner bezeichnet, kritisiert, dass soziale Netzwerke heute der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg seien.

Den Weltmeistertitel zu erringen, sei das eine. Nicht weniger wichtig sei es aber, diesen zu verkaufen. „Beides muss stimmen, Erfolg und Marketing“, zitiert ISPO.com den Schweiz-Equadorianer. Das koste viel Zeit und frustriere ihn auch. „Aber lässt du es, fährt der Zug ohne dich ab“, so Egloff.

Bei den 2018 erstmals durchgeführten Golden Trail Series (https://www.goldentrailseries.com), die aus fünf Rennen plus einem Finallauf der besten Läufer besteht, musste sich Kilian Jornet aufgrund von Verletzungsproblemen mit Rang drei zufrieden geben. Egloff war nicht am Start. Gewonnen haben schließlich der Norweger Stian Angermund-Vik und die Neuseeländerin Ruth Croft.

Andreas Eschenbach

Andreas Eschenbach

Die Sportmacher GmbH